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Donnerstag, 17 Oktober 2019 13:39

Schlechtes Design verprellt Kunden - öfter als man denkt

geschrieben von Marc Bachmann
Schlechtes Design verprellt Kunden - öfter als man denkt Foto (C) gratisography.com

Auf die Idee dieses Blogbeitrages bin ich gekommen, weil ich mit meiner zukünftigen Frau gerade etliche Unterlagen zum Thema „Heiraten“ zu durchforsten habe. Insbesondere die Brautkleiderkataloge haben es Ihr angetan. Wir haben dann vor ca. einer Woche eine Hochzeitsmesse aufgesucht und dort einiges an Katalogen eingesteckt (bekommen), inkl. vieler Gutscheine der jeweiligen Aussteller.

Ich bin verständlicherweise nicht sonderlich tief in die Brautkleiderkataloge eingetaucht aber die Gutscheine habe ich mir dann zuhause näher angesehen. Wortlos habe ich die Gutscheine dann meiner Besten in die Hand gedrückt und einfach mal gewartet, was kommt. Und es kam wie es kommen musste. Sie sagt zu mir „Ey, schau Dir mal den Flyer hier an, sowas geht doch gar nicht“. Ich habe dann gefragt was genau der Grund dafür wäre und Sie meinte dann „der ist ja mal sowas von schlecht gestaltet! Da soll ich hingehen und denken, dass ich dort schöne Brautkleider bekomme?! Da gehe ich sicher nicht hin.“

Wie sah der Gutschein denn aus? Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass diese entweder selbst entworfen wurden um Geld zu sparen oder von "einem Bekannten", der das mal nebenbei gemacht hat. Der Mann ist schließlich Profi, er hat Corel Draw zuhause installiert. 5 verschiedene Schriftarten, darunter Comic Sans (die offiziell meist gehasste Schriftart der Welt) eine seltsame Farbkombination und das Foto einer Braut, das vermutlich mit dem Handy geschossen wurde. Ich werde dieses trostlose Stück der Kundengewinnung aufheben, besseres Anschauungsmaterial gibt es kaum.

Und genau darum geht es in diesem Blogbeitrag. Man muss nicht in der Kreativszene unterwegs sein um auf schlechtes Marketingmaterial aufmerksam zu werden. Hier reicht ein kleiner, vollkommen misslungener Gutschein um ein oder mehrere Brautkleider im Wert von tausenden Euro nicht zu verkaufen. Selbst wer keine Ahnung von gutem Design hat, wird doch unterbewusst durch schlecht umgesetztes Design, ob Webseite, Prospekt oder Handzettel verprellt. Das Gehirn registriert, wenn etwas gar nicht stimmig ist oder einfach schlecht aussieht und fällt eine "Bauchentscheidung". Was meine Lebensgefährtin, möglicherweise beeinflusst durch meinen Beruf, indirekt erkannt und angesprochen hat, läuft bei anderen unterbewusst genau so ab. Man sortiert solche Anbieter direkt aus. 

Altes Webdesign schreckt genau so ab

Das gleiche passiert auch beim Besuch veralteter Webseiten. Will ich ein Ladengeschäft oder einen Handwerkerbetrieb aufsuchen, wenn die Webseite auf dem Stand von vor 10 Jahren ist? Wir alle wissen, wie schlechte Webseiten uns abschrecken, sei es altbackenes Design, fehlende Funktionen oder eine Inhaltsstruktur, die sich einem einfach nicht erschliessen will. Ich überlasse es dem Leser das zu bewerten, immerhin könnten wir als Onlinemarketing Agentur befangen sein mit der Erkenntnis. Dabei gehen wir nicht mal auf die negativen Aspekte der Google Indexierung aufgrund fehlender Mobilfähigkeit (responsives Design) oder auf Touchgeräten nicht funktionierender Menüsteuerung ein... 

Ich persönlich schliesse aber immer noch auf die Wertigkeit des Inhalts, wenn ich mir die Verpackung ansehe. Wer sich nicht bemüht mich beim ersten Kontakt entsprechend zu bezirzen hat ein schweres Spiel mich als Kunden zu gewinnen. Nicht umsonst legen Hersteller wie Apple einen großen Wert auf Verpackung und auch gerade deswegen sind "Unboxing Videos" vielzähliger Produkte bei Youtube der große Renner. Bei schlechtem Design hilft nur massive, positive Mundpropaganda. Wir reden hier auch nicht über den Spruch „Der Schuster hat die schlechtesten Leisten“. Die Rede ist davon, dass es viel über die Haltung zum eigenen Geschäft aussagt, wenn es dem Inhaber anscheinend egal ist, welchen Eindruck man im Web oder Print hinterlässt. 


Einige Tips für zumindest "besseres" Design

Man muss auch nicht das weltschönste Design vorweisen um überhaupt zu verkaufen, aber es gibt gewissen Grundlagen, an die sich jeder Geschäftsinhaber halten sollte. Hier drei Tips, die man als Nicht-Designer dann doch immer beherzigen sollte:

  • Verwenden Sie professionelle Fotos! Wer Produkte verkauft, sollte diese auch bestens in Szene setzen (übrigens Erfolgsgarant Nummer 1 bei eBay)
  • Idealerweise zwei Schriftarten auf einem Dokument (drei gehen als Ausnahme)
  • Maximal zwei Farben. die idealerweise komplementär sind. Adobe bietet hierfür ein kostenloses Tool an, Adobe Color (einfach auf „komplementär“ klicken). Hier findet man leicht und schnell Farben die perfekt harmonieren.


Wer Geld verdienen will, sollte Geld ausgeben. Das hat mein Opa schon gesagt. Wer am falschen Ende spart, wird weitaus mehr Umsatzeinbußen erleiden, als eine moderne Webseite oder ein professionell gestalteter Flyer am Ende gekostet hätte. Dies sind sogenannte Opportunitätskosten (wer mehr dazu wissen will, siehe Wikipedia).

Dieter Rams, einer der bedeutesten Produktdesigner der 50er und 60er hat einmal gesagt „Gutes Design ist so wenig Design wie möglich“. Dem schliessen wir uns an.

Darum: Wähle Dein Marketingmaterial mit Bedacht (...und lass die Finger von günstigen Bekannten die Corel Draw installiert haben)

 

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