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Lesenswertes zur Kaffeepause

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Donnerstag, 07 September 2017 11:54

Wehe wenn der Chef das Logo gebastelt hat

geschrieben von Marc Bachmann

Immer wieder treffen wir auf Firmen, die sich einen neuen, modernen Internetauftritt wünschen und dabei natürlich vorhandenes Material wie Fotos oder Logos aus der alten Seite mit übernehmen möchten. Schaut man sich dann den derzeitigen, alten Webauftritt genauer an, stellt man oft fest, dass insbesondere das Logo noch aus den Gründerzeiten der Firmen besteht. Man sieht dem Logo sein Alter quasi an. Oftmals können Auflösungen über 300px gar nicht mehr vorgelegt werden, ganz zu schweigen von einer Vektorversion. Dies steht im völligen Gegensatz zum geforderten, modernen Auftritt. Und ja, wir sollen das bitte nutzen.

Spätestens hier schrillen unsere Alarmglocken. Da hat man in der Strategiephase essenzielle Konzepte entwickelt, klare Botschaften kommuniziert und ein einzigartiges Positioning festgelegt aber wir sollen das alte Logo verwenden. Am besten in Photoshop vielleicht etwas größer machen oder nachkolorieren.  Noch bunter wird es wenn wir hören, dass der Chef das damals selbst in Corel Draw gebastelt hat und er es nicht gerne sieht wenn man was verändert.

Die Wahrheit tut weh

An dem Punkt hilft es nicht um den heissen Brei zu reden. Manchmal müssen wir auch grausam sein und so fällt meist der folgende Satz „Sorry, wenn Sie dieses altbackene Logo auf der neuen Seite verwenden wirken Sie weder modern, noch glaubwürdig“. Das sitzt meistens. Direkt im Anschluss müssen wir allerdings direkt die Gründe für eine solche Aussage vorbringen.  Manchmal leben wir gefährlich, schon klar.

Wenn ein Unternehmen gut 20 Jahre im Markt ist, hat sich der Markt um das Unternehmen meist fundamental geändert und die Firma meist auch. Neue Technologien sind eingezogen und wie bei der Mode verändert  sich oftmals auch der Blickwinkel auf Design und Formensprache. Zu der Aufgabe einer Markenbildung gehört es auch zu schauen, wie man ein Logo in die Neuzeit transferiert. Das muss nicht bedeuten, dass wir was völlig neues konzipieren, es bedeutet lediglich, dass wir Wege finden sollten auch das Logo ins Moderne zu übersetzen.

Aber was macht eigentlich ein gutes Logo aus?

Es gibt zwei wunderschöne Grundsätze, die gutes Logodesign auf den Punkt bringen:

  1. Ein gutes Logo kann man mühelos mit dem großen Zeh in den Sand malen
  2. Ein gutes Logo kann man aus 2 Meter Entfernung auf Briefmarkengröße klar erkennen.

Je komplexer also ein Logo, umso mehr muss der Betrachter erfassen, durchdenken und sich notwendigerweise selbst erklären, was wohl hinter dem Gesehenen genau steckt.

Wenn wir nun unseren Kunden von der Modernisierung des Logos überzeugen konnten, entwickeln wir ein neues Logo nach bestimmten Designgrundsätzen. Im Einzelnen sind dies:

Einzigartig

Ein Logo ist keine Kopie oder Anlehnung an ein ähnliches Logo. Es wurde geformt um genau die Firma zu repräsentieren, die man als Agentur vertritt. Ideen kann man sich gerne woanders holen aber das Logo sollte einzigartig im Stil sein. Guten Input findet man auf Seiten wie Deviantart oder Behance.

Kontext

Der thematische Hintergrund des Logodesigns passt immer ideal zur Firma. Ein Bäcker wird immer irgendwo eine Anlehnung an seine Backwaren ins Logo transferieren, eine Firma für Übersetzungen wird Worte, Sprache oder einen entsprechenden Ausdruck in das Logo setzen. Firmen die unverkennbare Produkte herstellen und diese nicht überzeugend im Logo rüber bringen, werden es schwer haben wiedererkannt zu werden (siehe letzten Punkt). Ein schönes Beispiel ist das Fed-Ex Logo. Wer mit dem zweiten Auge hinschaut, erkennt den Pfeil, der den Transport symbolisiert:

Zeitlos

Das ist eine schwierige aber nicht unlösbare Aufgabe. Zeitlose Logos überdauern viele Jahrzehnte mit nur leichten optischen Veränderungen.  Wer hier zu sehr auf aktuelle Trends setzt, muss nach einigen Jahren vielleicht wieder von Vorne beginnen. Über das Thema „disruptive Innovationen“ haben wir ja schon mal was geschrieben. Ein Hersteller für musikalische Abspielgeräte wird mit einer CD im Logo heute nicht mehr weit kommen.

Minimalistisch

Siehe die erste, oben genannte Regel. Viele versuchen in einem Logo zig Botschaften unterzubringen. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass alle großen Marken wie Apple, Adidas, Nike, Pepsi, usw. die minimalistischsten Logos haben? Es muss gar nicht komplex sein, es muss nur aussagekräftig und simpel sein. Eben nach dem KISS Prinzip, „keep it sober and simple“. Diese hier haben es verstanden:

Balance

Wenn man ein Logo betrachtet, sollte im Unterbewusstsein kein seltsames Gefühl von Unförmigkeit oder Ungleichgewicht aufkommen. Das gesamte Konstrukt ruht in sich selbst. Symmetrie ist hier die geheime Zutat, das Finden von Gleichgewicht und sich abfedernden Formen.

Farbenlehre

Wieviel Logos mit unterschiedlichen Farben wurden bis heute entworfen bei denen die gegensätzlichen Farben überhaupt nicht zusammenpassen? Fragen Sie besser nicht. Das Zauberwort lautet „Komplementärfarbe“ und sollte immer beachtet werden.  Wir checken über Adobe Color CC immer und immer wieder welche Farben tatsächlich harmonieren.  Unter https://color.adobe.com/ dürfen Sie gerne experimentieren und Sie werden den Absatz direkt verstehen.

Schriftbild

Auch hier wird´s wieder turbulenter. Die richtige Schriftart zu finden kann verdammt lange dauern. Die Grundsätze der Typographie müssen hierbei beachtet werden. Ein sehr komplexes Thema, welches wir in einem eigenen Blogbeitrag noch ansprechen werden.

Anpassbar

Ein gutes Logo passt sich jedem Untergrund an. Es lässt sich perfekt in Schwarz/Weiß oder Grautönen darstellen und die Weißvariante funktioniert auch auf dunklem oder farbigem Untergrund perfekt. Wer mit zu vielen Farben spielt, macht es sich unnötig schwer.

Skalierbar

Logos werden heute in Vektoren gebaut, damit sie von der Visitenkarte bis zum Brückenbanner ohne Qualitätsverlust dargestellt werden können.

Last but lot least: Wiedererkennungswert

Was am Ende zählt ist der Wiedererkennungswert, den ein gutes Logo vermittelt. Bekannte Marken werden auf weite Entfernung direkt wiedererkannt. Das ist letztlich das Ziel dass Sie erreichen möchten.

Fazit

Wenn Sie Ihr Unternehmen wirklich in die Neuzeit bringen wollen, legen Sie bitte alle Ressentiments, Vorurteile und Bedenken Ihr Logo betreffend zur Seite. Schneiden Sie alte Zöpfe ab und sprechen Sie mit den Menschen, die damit täglich konfrontiert werden. Es gibt immerhin einen Grund, warum Sie eine Webseite oder Ihre Marke modernisieren wollen. Wenn, dann machen wir es richtig.

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